Eine Marke wie EDSOR KRONEN wiederzubeleben, macht man nicht nebenbei. Dafür steckt zu viel Geschichte im Namen und zu viel Krawatte in der deutschen Herrengarderobe. Gerade deshalb reizt mich die Aufgabe. Nicht, weil man Vergangenes möglichst originalgetreu konservieren sollte, sondern weil gute Dinge eine zweite Gegenwart verdienen.
Am Wedekindplatz soll daraus ein Ort entstehen, der klassische Kleidung wieder leicht wirken lässt: Anzüge, Hemden, Krawatten, gute Stoffe, kein Theater. Aber eben kein klassischer Herrenausstatter mit ehrfürchtiger Stille und schweren Vorhängen. Die Idee ist eher eine Mischung aus Geschäft und Treffpunkt. Man kann kommen, um einen Anzug zu kaufen, aber genauso auf einen Espresso, ein Glas Wein oder einen kurzen Austausch über Stoffe, Reisen und die Dinge, die das Leben angenehmer machen.
Mich interessiert die Atmosphäre eines guten Clubs mehr als die eines traditionellen Ladens. Ein Ort, an dem man sich gerne aufhält, auch wenn man gerade nichts kaufen möchte. Klassisch in der Haltung, entspannt im Umgang und mit genug Charakter, damit man sich später daran erinnert. Mehr braucht es manchmal nicht.